Der Begriff der Didaktik ist streng genommen falsch, denn eine Didaktik beschreibt die Theorie und Praxis des Lehrens. moveo·ergo·sum beschreibt im Unterschied dazu die Kunst des Stimulierens, des Gestaltens und des Führens natürlicher Entfaltungsprozesse.

Um sowohl einer natürlich-entfaltenden und philosophischen Auseinandersetzung als auch der Ausbildung einer grundlegenden Basis von Wahrnehmen, Bewegen und Handeln gerecht zu werden, ergeben sich aus “didaktiktischer” Sicht  Forderungen und Konsequenzen zur Vorgehensweise, die einem Paradigmenwechsel gleichkommen. Zum einen ist es die Konfrontation mit angemessenen und zweckmäßigen Fragestellungen (Aufgaben und Herausforderungen) als Schlüssel des Entfaltungsprozesses. Zum anderen ist es die aktive Gestaltung und Akzentuierung des Übens. Dazu sind auf der Ebene der Methodik Übungs-Bausteine und -Prinzipien formuliert, die Schritt für Schritt ein Einsteigen in die Materie und Arbeitsweise ermöglichen. Mithilfe der Übungs-Bausteine werden immer wieder neue Akzente gesetzt durch Einbeziehung zum Beispiel der Atmung, der Beidseitigkeit, der Aufmerksamkeit, der Imagination, der Musikalität oder auch darstellender Elemente – um nur einige zu nennen.

Die Übungs-Prinzipien stellen den natürlichen und philosophischen Charakter sicher – hier ein paar Beispiele: Bewegung ist Balance, Gewandtheit vor Geschicklichkeit, Vom Ganzen zu Teilen, Auch machen statt Nachmachen, Unmittelbarkeit vor Projektion oder der Gebrauch von affirmativen Formulierungen.

Dieses akzentuierende, differenzierende und “prinzipientreue” Vorgehen auf der konkreten Ebene des Machens schafft Unterschiede, stellt mannigfaltige Erfahrungen bereit, eröffnet Leistungsfelder, garantiert Bewegungen, Beweglichkeit und Kapazitäten für Wahrnehmungen, gewährleistet Individualität und vermeidet Ängste.

zurück

aktuelles

Schwuppdiwupp
Schwuppdiwupp
Das praxisbezogene Arbeitsbuch zum spielerischen Umgang von Kindern mit dem Fahrrad ist erschienen
mehr